Manga Comic Convention 2016 – Unser Eindruck zur Con

Leipziger Buchmesse bedeutet für die meisten Menschen eine Messe bei der es sich allein um Personen wie Sebastian Fitzek oder Stephen King dreht. Eben solche Personen die durch die Aneinderreihung von Buchstaben ihr Geld verdienen. Für eine nicht geringe Anzahl an Menschen bedeutet es aber auch ein Wiedersehen mit Ihren favorisierten Charakteren, entweder in Buchform oder in Form eines Cosplays, denn zeitgleich zur Leipziger Buchmesse findet alljährlich auch die Manga-Comic-Convention ( fortan MCC) statt.

Die MCC ist eine der ersten Conventions des Jahres, die sich mit dem 3. Märzwochenende einen nahezu festen Termin gemacht hat und für viele die erste Convention des Jahres ist. Angesichts der Tatsache, dass es sich viele Verläge nicht nehmen lassen und persönlich auf der MCC sind, ist dies nicht all zu verwunderlich. Man kann also viel über zukünftige Publikationen bei seinem Lieblingsverlag erfahren. Neben der Visualisierung seiner Lieblingshelden, findet man, entgegen des Namens der Buchmesse, auch seine Helden in digitalisierter Form für den heimischen DVD- oder Blueray-Player. Viele Studios machen hier Werbung und für einige ist es eine perfekte Gelegenheit auch mal vorab in deutsche Synchronisationen einzutauchen oder die ein oder andere Disc käuflich zu erwerben.

Neben den ganz grossen Künstlern, die man bei den Verlägen findet, gibt es auch oft kleine Künstler die sich bei Animexx oder auf ähnlichen Pfaden mit viel Handarbeit einen Namen gemacht haben. In Form von Conhon-Einträgen, Zeichnungen oder Schmuck, konnte man viele in der Szene bekannte Künstler in der sogenannten Kreativ-Ecke finden.

Den grössten Teil des Platzes der Halle 1 auf der Leipziger Buchmesse, nahmen dann die Händler ein, unter denen sich auch viele bekannte Onlinehändler, wie Figuya oder Kingplayer befanden. Wer also nicht allzuviel Geld ausgeben wollte, hatte sichtlich Probleme um diesen sehr grossen Bereich drumherum zu kommen, dafür hat man für sein Geld sichtlich alles für sein Fanherz bekommen können. Egal ob Figuren, Dakimakura, OSTs, T-Shirts oder andere Bekleidungen seines Lieblingsanimes. Leider setzen viele Händler, bei der Masse an Anime die es gibt, verständlicherweise eher auf Sachen die dem Mainstream entsprechen. Wenn man Fan eines Anime ist, der nicht ganz soviel Aufmerksamkeit bekommt, muss man schon etwas Glück haben.

Neben all diesem 8 Stunden Stand-Alone-Programm findet sich aber auch ein Bühnenprogramm vor Ort. Moderiert, wie viele der deutschen Conventions, von dem einzigartigen Luigi, den man diesem Wochenende sogar in seiner weiblichen Seite, als Daisy, betrachten konnte. Einige Einblicke hierzu findet ihr in unseren Videos.

Abgerundet wird das ganze dann durch Gastronomie, wie z.B. einem Maidcafe, oder aber auch durch einen Gamesroom. Wo man sich eben vom ganzen Stress der Menschenmassen oder vom Stress des “Geldausgebens” erholen konnte.Neben dem Gamesroom, konnte man sich auch am Bogenschiessen üben. Was für viele eine Willkommene Abwechslung war.

Leider hatte man gerade bei dem Maidcafé eher das Gefühl ein normales Café zu erleben, als von einer echten Maid bedient zu werden.

Insgesamt kann man über die Jahre hinweg einen Trend bemerken, bei der man das Gefühl hat, dass diese, unsere, Community eher wächst, als dass sie kleiner wird. Diesen Aufwärtstrend bekommt man dann eben auch am Samstag deutlich zu spüren, wo man oft genug das Gefühl, dass es aufgrund der Menschenmassen einfach nicht vorwärts geht. Die Halle der MCC ist aber sehr Besucherfreundlich eingeteilt worden, so dass man auch den ein oder anderen Platz zum Luft holen finden konnte, ohne vergebens danach suchen zu müssen.

Typisch für die Community musste man nur aufpassen nicht Ausversehen in ein Foto der stellenweise sehr beeindruckenden Cosplays zu geraten.

Dieser Trend lässt sich nicht zuletzt auch daran festmachen, dass es derzeit einige Neuauflagen bekannter Serien von damals gibt. Die bekannteste von ihnen ist mit Abstand Sailor Moon. Für Fans der Serie wurde einiges geboten.

Neben all der Liebe zu der Community merkt man gerade an dieser Convention, dass für viele Menschen hier vor allem das Cosplay tragen im Vordergrund stand. Man konnte wohl keine zwei Schritte laufen ohne einem Menschen zu begegnen der sich in der Verkleidung seines Helden hier eingefunden hat. Hier hat man als Besucher das Gefühl, zwischen dem Konsum durch den Einkauf des Merchandising zu stehen und auf der anderen Seite der Präsentation des Menschen in seinem Cosplay. Ob man das toll findet, ist letztendlich die eigene Sache, aber es ist Fakt, dass diese Gratwanderung mittlerweile fester Bestandteil des Kults ist der seit fast einem Jahrhundert aus Japan herübergekommen ist.

Die Leipziger Buchmesse ist für viele der Startpunkt des Jahres und egal, ob man in Zivil oder im Cosplay kommt, so wird sie immer ein Punkt wo man Freunde wiedertrifft, Bekanntschaften durch das gemeinsame Hobby finden kann, oder aber auch einfach sich seiner Leidenschaft hingeben kann.