No Game No Life Zero – Kampf der Schwächsten

Wer ist Mann, wenn man König der Spiele ist, aber keine komische Stachelfrisur hat oder Yugi heißt ? Richtig, man ist Sora hat eine kleine Schwester und ist unzufrieden, weil man eh jedes Videospiel mit High Score schlägt. Genau so lässt sich der Anfang zu einem der beliebtesten Anime der letzten Jahre zusammenfassen. Sora und Shiro sind ein Geschwisterpaar, dass jedes Spiel als Tabellenersten abschließen. Wie es sich als Nerd so gehört ist ihnen Tageslicht ein Fremdwort und Fertignahrung viel produktiver als selbst kochen. Dieser Anime mit den treffenden Namen „No Game, No Life“ kam jetzt mit einem Kinofilm in die Leinwandsäle. Grund genug hier einen genaueren Blick zu riskieren.

Handlung

Der Film schließt sich recht gut an die Anime-Serie an. Ohne viel zu spoilern zu dem Film selbst: Der sogenannte Gott einer Welt, seines Zeichen Toto, Gott der Spiele, holt Sora und Shiro in seine Welt. In der jeder Krieg und jeder Streit nur durch Spiele entschieden werden darf. Um zu sichern, dass es wirklich keinen Krieg gibt, hat Toto 10 Gebote erstellt. Dank seiner unendlichen Macht muss sich jeder an diese Gebote halten. Die Menschen sind natürlich nicht die einzige Rasse. In Facto sind sie sogar die schwächste Rasse und werden von den anderen eher bemitleidet als respektiert. Das Geschwisterpaar macht es sich zur Aufgabe das zu ändern. Der Film No Game, No Life siedelt sich dabei nach den 12 Episoden der 1. Staffel und behandelt die Zeit bevor Toto an die Macht kam und den mehrfach im Anime erwähnten Krieg der 16 Rassen.

Erwartet persönlich hab ich, dass der Stil des Anime aufgegriffen wird und es hier um Herausforderungen zu Spielen geht. Das lag natürlich daran das ich ohne irgendeine Beschreibung ins Kino gegangen bin. Bekommen habe ich die geballte Actionladung einer gejagten und verzweifelten Menschheit und deren Kampf ums Überleben. Die Handlung selbst spielt ca 6000 Jahre vor dem Anime selbst und ist größtenteils ausgelegt auf die Interaktion zwischen Riku und Schwi. Letztere ist dabei kein Mensch, sondern ein Cyborg, der verstehen möchte in welchen Zusammenhang das Herz der Menschen und ihr Überleben zueinander stehen. Dank Schwis Motivation schafft es Riku einen Plan zu entwerfen wie die Menschheit durch Intrigen und Komplotte den Krieg beenden könnte. Entstanden ist der Krieg aus den Wunsch der Götter einen unter ihnen zu finden, der die alleinige Macht und somit alleiniger Gott wird. In dem krieg indem Drachen, Elfen, Zwerge, Flügel und die alten Götter selbst teilnehmen, haben Menschen ohne Magie oder besondere Eigenschaften natürlich nicht viel zu melden. Insofern erstreckt sich der erste Teil des Films über die Darstellung wie verzweifelt die Menschheit wirklich ist. In einer verlassenen Elfenstadt trifft Riku dann auf Schwi, die ihn im Austausch für oben erwähnte Informationen nicht nur am Leben lässt, sondern ihn auch begleitet und unter Tarnung zu den Menschen begleitet. Nach einem Zugeständnis ihrer eigenen Schwäche geht es dann in die gewohnte Richtung des Anime, wo Komplotte eher die Tagesordnung sind. Der Film endet dann ganz ungewohnt in einem sehr Action geladenen Kampf über den ich für diejenigen die den Film noch nicht geschaut habe, nicht soviel an Worten verlieren werde.

Fazit

Wie oben erwähnt, versuche ich solche Filme immer ohne Vorinformationen zuschauen. Trailer oder ähnliches verraten meist doch mittlerweile zu viel. Umso erstaunter war ich über die recht großzügigen Kampfeinlagen die in einem schön animierten Stil unerwartet, wie auch gut waren. No Game No Life ist jetzt nicht zwingend ein Anime bekannt für düstere Atmosphäre oder ähnlichem. Insofern ist der Film schon ein kleines Highlight. An gelegentlichen Anspielungen auf gewisse körperliche Begebenheiten einer Frau hat der Anime jetzt nicht gespart. Im Film war das doch auch recht kurz gehalten. Ich bin mir insgesamt sicher, dass die bereits angekündigte zweiten Staffel der Serie den Stil der ersten Staffel beibehält. Insofern fällt der Film in jeglichem Maß aus dem Rahmen. Dafür aber in keiner Weise im negativen. Über die Darstellung von Riku und Schwi lässt sich debattieren. Man hat hier tatsächlich fast schon mit dem Hammer der Kitschigkeit versuch eine Verbindung zu Sora und Shiro herzustellen. Das ist im Großen und Ganzen nachvollziehbar. Wirkt nur nicht auf jeden Zuschauer eben so nachvollziehbar. Das ist dann das was man unter dem Gesichtspunkt der „Geschmackssache“ gut ablegen kann. Insgesamt hat mir der Film wirklich sehr gut gefallen und ich bin sehr froh, dass die Filme die aus dem japanischen Animationsstudios kommen immer häufiger bei uns in den Kinos landen.. Ob man No Game No Life vorher geschaut hat oder nicht, ist für das Verständnis des Film eigentlich weniger entscheidend. Da der Film weit vor den Geschehnissen des Anime spielt ist die Kausalität der Ereignisse für den Anime nicht so wichtig. Er baut am Ende eine Brücke für kleinere Fragen zu der ersten Staffel ist aber an sich eine geschlossene Geschichte rund um den Kampf der Schwächsten ums Überleben.

Wir danken der UCI für die Möglichkeit uns den Film anzuschauen und für euch darüber zu Berichten.

Wer in der ersten Spielwoche noch keine Chance hatte den Film zu sehen kann dies hier bei UCI in der zweiten Spielwoche nachholen

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