The Legend of Zelda: Breath of the Wild – Fazit der Wildnis

Kein Spiel hatte in der letzten Zeit einen so großen Hype wie Zelda Breath of the Wild und Online findet ihr wohl Milliarden von Reviews oder anderweitiger Posts, die sich mit dem neuen Top Spiel von Nintendo beschäftigen.

Wir von Qtaku wollen euch aber an dieser Stelle keine Review präsentieren, sondern ein Spoiler freies Fazit. Es ist natürlich immer etwas anderes zu schreiben: „ So spielt sich Zelda“, als zu schreiben „ So war es!“. Gerade wenn der Hype so groß ist, geht man mit ebenso großen Erwartungen ran und oftmals ist man dann enttäuscht, weil Erwartungen selten mit der Realität Hand in Hand geht, aber schauen wir mal  ob die Diskrepanz hier zu groß ist.

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Was wir wissen?

Wir wissen, dass es ein Open World Titel ist und dass es genug zu tun gibt, abseits der Story. Inklusive  Tonnen an Schreins und Krog Rätsel. Für ein 100 % Save Game  wird man also Ewigkeiten brauchen. Ebenso hat Nintendo selbst gesagt, dass es ein Alternatives Ende gibt. Unter dem Strich klingt das so erstmal als wäre es den Hype dann wirklich wert. Hinzu kommen dann einige Quests die sich rund um die Erinnerungen von Link drehen. Was wir nicht wissen ist der Zeitpunkt in der Zelda Chronologie. Darum soll es an der Stelle auch nicht gehen. Es geht um den Nachgeschmack. Das ist als wenn man in einem Restaurant sein Essen bekommt und man voller Erwartungen, wie auch Hunger, es verspeist und am Ende einen inneren Monolog hält, ob es versprach wonach es aussah.

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Ich für meinen Teil bin seit meiner Kindheit ein großer Fan des Franchise und nachdem ich das Alternative Ende mir erspielt hab, saß ich genauso da. Innerer Monolog: War es das wert? Ist das noch Zelda? Ist es wirklich ein würdiger Erbe zu den vorigen Erscheinungen der Spieleserie?

Wie gesagt gibt es immer eine Diskrepanz zwischen dem was man Erwartet hat und bekommt. Nintendo hat im Vorfeld viel Marketing betrieben und ein Bild aufgebaut, zu einem Spiel das in der Fachpresse und von Spielern geliebt wird. Das es schwer ist, als Fan der Serie, nicht in völliger Ekstase das Spiel zu starten und dann, wie bei den meisten Sequels diverser Spieleserien, in völliger Ernüchterung abzuschließen.

Hat sich der Frieden Hyrules gelohnt?

Nach meinem inneren Monolog stand ich an diesem Punkt und habe meine bisherigen Abenteuer in dieser Version Hyrules beurteilt. Meine Erwartungen waren ein Mix aus Ocarina of Time, Twilight Princess und einer großen Portion an Xenoblade Chromicles X. Freies umherwandern, viele Quests, viel Ausrüstung und einfach ein schönes Hyrule bewundern. Dazu eine Story, die sich ins Fleisch brennt. Immerhin durfte man im Trailer sehen, wie eine weinende Zelda Link in die Arme fällt. Ebenso habe ich erwartet, dass dieser Teil einige offene Fragen zu der Geschichte rund um das Triforce und Hylia beantwortet.The Legend of Zelda BOTW Statue
Was ich bekommen habe, hat mich am Anfang stolpern lassen. Mir als Zelda-Fan, waren die Antworten zu den offenen Fragen zu dem Franchise recht wichtig. Bekommen habe ich jedoch keinerlei Antwort im direkten Sinne. Ich fühle mich nur, als wären noch weitere Theorien entstanden. Da fragt man sich, ob man sich insgesamt darauf zu sehr versteift und das Spiel einfach Spiel sein lassen sollte und nicht Spieleserie. Eigentlich ist das auch Meckern auf sehr hohem Niveau, denn der Rest des Spiels war für mich Exakt das was ich erwartet habe. Eine riesige Welt mit einer abgerundeten Geschichte. Ich saß bei manch einem Zelda Spiel da und dachte: Eigentlich ist es nichts anderes als „ Hol die 3 Sachen, lass dich von Ganon verhauen mach die 7 Tempel und dann ab zum End Boss. Vor genau dem hatte ich Angst. In Zelda war es bisher immer so, dass der Fokus weniger auf intensive Story lag, als vielmehr auf einem Gesamtkonzept. Das ist etwas was ich bei Windwaker enorm geliebt habe und was bei Twilight Princess für mein Empfinden, runder war als bei Ocarina of Time. Bei Breath oft the Wild ist man bereits der auserkorene Held und muss eben nur beweisen, dass man sich auch so schimpfen darf. Leibwächter der Prinzessin und Held von vor 100 Jahren waren für mich völlig neue Titel für den einzig wahren Träger des Bannschwertes.

Fazit:

Unter dem Strich hatte ich das Gefühl, dass bisher rundeste Zelda gespielt zu haben. Zwar habe ich nur wenige Anspielungen auf ältere Teile der Serie erlebt, wie zum Beispiel die Namen der Titanen, dafür habe ich eine sehr intensive Story bekommen, die an keinem großen Punkt in sich unschlüssig wurde und wenn man mich fragen würde, wo ich das Spiel in meiner Reihenfolge, der besten Zeldas einordnen würde. So würde ich ohne Zögern es an die Spitze setzen.

Quelle: Nintendo