Manga Comic Con 2018 – Messe oder Convention?

Die MCC – Manga Comic Convention – gehört ja mittlerweile schon zum alten Eisen der Szene und somit ist es nicht verwunderlich, dass man diesen Namen oft hört, egal ob bei Neueinsteigern oder alten Hasen. Auch dieses Jahr fand sie wieder statt und wieder erneut in Leipzig. Wir waren, wie auch die letzten Jahre, für euch vor Ort. Die dazugehörigen Artikel findet ihr hier https://qtaku.de/manga-comic-convention-2016-unsere-eindrueck-zur-con/ und https://qtaku.de/manga-comic-con-2017-unser-eindruck-der-messe/.

Ich könnte an dieser Stelle wieder drüber philosophieren was es denn alles vor Ort gab. Sicherlich würde das den ein oder anderen geben, dem das interessiert, aber ich denke, das ist angesichts der Tatsache, dass sich hier jetzt nicht so viel getan hat und man die gewohnte Qualität wie jedes Jahr hat etwas unnötig.
Stattdessen möchte ich grundsätzlich ein anderes Thema anschlagen, was für mich dieses Jahr präsenter war, als viele andere Jahre davor. Wir sind eine wachsende Community. Gerade im öffentlichen Raum scheint man uns stärker wahrzunehmen. Sei es durch Pokémon Go, das einen innerstädtischen Verkehr lahmlegt, oder eben durch eine hohe Teilnahme bei solchen Veranstaltungen.
In diesem Jahr war das auch recht spürbar. Wenn trotz Schneechaos und der daraus resultierenden Überforderung für die deutsche Bahn, dann eben doch man sich gefühlt im Schneckentempo auf der Messe bewegt. Dann spürt man auch hier den steigenden Zuwachs der Community.
In Anbetracht der Tatsache, dass dies nur für die MCC galt, aber nicht für die restliche Buchmesse, sollte den Organisatoren eben dieser sich eine bestimmte Frage langsam stellen.

Ist das jetzt eine Messe oder eine Convention?

Versteht mich nicht falsch. Ich will hier partout keine Grundsatzdiskussion starten wie man dieses oder jenes definiert. Mir geht es prinzipiell um die Frage ob man bei dieser Besucherzahl wirklich noch Teil einer Messe sein möchte, die sowieso schon gut besucht wird.
Über die Jahre ist man als MCC ja gewachsen und dieses Wachstum spürt man jedes Jahr aufs Neue. Zwischen Fachbesuchern der Büchermesse, die ungefragt Fotos schießen, und den Massen der japanischen Kunst hat es sich gerade dieses Jahr gefühlt noch ein ganzes Stück kuscheliger angefühlt.
Die vorangestellte Frage zielt auf eben jenen Umstand ab. Ob man dann in diesem Fall notwendigerweise ein Teil der Leipziger Buchmesse sein möchte oder ob man sich lieber eigenständig macht. Für mich war das die zentrale Frage der Buchmesse.

Als MCC fühlt man sich wie der kleine Bruder, den man eben nicht seinen Freunden vorstellt. Das ist natürlich eine provokante Aussage, aber das war der Nachgeschmack den man von letztes Jahr hatte, als man als eine leicht bekleidete Community betitelt wurde. Der darauffolgende Shitstorm tat der Autorin zwar leid, hatte jedoch dennoch eine gewisse Wirkung. Das blieb dieses Jahr zwar Gott sei dank aus, aber gefühlt war man dennoch nicht auf einer Convention. Zumindest ist das mein persönlicher Eindruck. Für diejenigen die auf Conventions wie der Dokomi, Animagic oder ähnlich großen Veranstaltungen waren, verstehen vielleicht was ich meine. Man ist als Convention, die Teil einer Messe ist, eben doch mehr Messe als Convention. Das merkt man auch im Schwerpunkt. Ein kleineres Showprogramm und eben doch mehr Aufmerksamkeit für die Verlage. Das ist grundsätzlich ja nichts schlimmes, fühlt sich aber aufgrund der riesigen Masse eben als nichts Halbes und nichts Ganzes an. Natürlich könnte man das hier bis auf das kleinste weiter ausführen, aber ich denke meine grundsätzliche Intention ist hier gut rüber gekommen. Daher mehr eine Frage an die Community, als Fazit: Sollte die MCC weiterhin Teil der Leipziger Buchmesse sein?

 

  1. Elee chan sagt

    Dieses Jahr war erst meine zweite MCC und ich muss sagen ich habe mich von der aller ersten Sekunde an nicht wie auf einer Messe gefühlt. Statdessen habe ich mich sofort heimisch wie bei anderen Conventions gefühlt.

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